Abschluss des Vorlauf-Freitags: Neun deutsche Boot schon im Finale

Neun Boote des gastgebenden Deutschen Kanu-Verbandes haben am ersten Wettkampftag der Junioren-Weltmeisterschaft der Rennkanuten auf dem Brandenburger Beetzsee das Finale erreicht. In allen 15 ausgetragenen Bootsklassen über 1.000 und 200 Meter wahrten die deutschen Boote ihre Chance auf Edelmetall.

Bei den Vorläufen über 1.000 Meter konnten sich bei den Herren mit Tom Liebscher/Max Rendschmidt (Dresden/Rheidt) im Zweier-Kajak, Yul Oeltze (Magdeburg) im Einer-Canadier, dem Vierer-Kajak mit Florian Worm (Duisburg), Maximilian Hahl (Karlsruhe), Daniel Horn (Kassel) und Sören Hensel (Magdeburg) bei den Herren sowie der Zweier-Kajak mit Melanie Gebhardt (Leipzig) und Hanna Schönrath (Hamm) bei den Damen bereits vier Boote mit Vorlaufsiegen direkt für das Finale am morgigen Samstag qualifizieren.
„Wir sind vom Start gut weggekommen und auch auf der Strecke lief es gut“, meinte Maximilian Hahl nach dem Sieg. „Bei 500 m haben wir dann noch mal angezogen, und beim Endspurt waren wir uns schon sicher, dass wir als Erste reinkommen. Wir sind mit dem Rennen zufrieden, um so mehr als es für uns im Vorhinein schwer war einzuschätzen, wo wir wirklich stehen, weil wir nicht bei der EM dabei waren und uns so der direkte Vergleich fehlte."

Als vermeintliches Medaillenboot galt schon im Vorfeld der Zweier-Kajak der Herren mit Tom Liebscher und Max Rendschmidt. Das Boot setzte sich schon früh in Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich bis zum Ziel aus. Dieser betrug an der 1.000m-Marke knapp sechs Sekunden auf die zweitplatzierten Tschechen. Ähnlich souverän folgte der Zweier-Kajak der Damen mit Hanna Schönrath (Hamm) und Melanie Gebhardt (Leipzig) ins Finale. Über fünf Sekunden vor den Britinnen kam der deutsche Zweier ins Ziel und wird im Finale unter anderem auf die starken Ungarn Hagymasi / Takacs treffen, die eine ähnlich schnelle Zeit in ihrem Vorlauf fuhren.

Den fünften deutschen Sieg steuerte Max Rendschmidt (Rheidt) mit einem Vorlauf-Sieg im K1 bei, mit dem er sich souverän für das Semifinale qualifizierte. Zu den fünf deutschen Vorlaufsiegen über 1.000 Meter kamen noch zwei zweite Plätze von Isabel Friedt (Karlsruhe) im Kajak-Einer und von Michael Müller (Magdeburg) / Max Müller (Leipzig) im Canadier-Zweier dazu.
Am Nachmittag bei den Vorläufen auf der 200 m-Sprintstrecke sicherten sich Sophie Hammer/ Virginia Najork im Zweierkajak der Damen mit einem Vorlaufsieg einen weiteren direkten Finalplatz. Über den Zwischenlauf gehen Tom Liebscher und Anna Kowald (Essen), die ihre Vorläufe im Einerkajak ebenso siegreich gestalten konnten.
„Gegen den Ungarn Sandor Totka wollte ich unbedingt gewinnen, da er in Singapur schneller als ich war. Meine Vorbereitung verlief nicht ganz optimal, deswegen hoffe ich, dass ich von Rennen zu Rennen immer besser in den Wettkampf komme. Natürlich hoffe ich aber auch auf den Zweier mit Max Rendschmidt, da dieses Boot gut läuft“, meinte der Dresdner Liebscher nach dem Zieleinlauf. Und Anna Kowald gestand ein: „Im Verhältnis zu sonst bin ich gut aus dem Startschuh gekommen, dennoch ist es gegen die russische Europameisterin Natalia Podolskaja hinten raus ganz schön schwer gewesen. Für mein erstes Rennen bei einer großen Meisterschaft bin ich jedoch schon zufrieden.“

Für die Kajakdamen Hammer/ Najork war der Vorlaufsieg gleichbedeutend mit dem direkten Einzug in das Finale am Sonntagvormittag. Alle anderen DKV-Boote nehmen ihre Finalchancen über 200m in den Semifinals am Samstagvormittag wahr.
In den letzten Semifinalrennen über 1000m bewarben sich bei strömenden Regen am Freitagnachmittag Max Rendschmid im K1 sowie die C2-Besatzung Max Müller/ Michael Müller und der C4 mit Yul Oeltze / Maximilian Müller (Potsdam)/ Pascal Milde (Berlin) / Anton Regorius (Potsdam) vom DKV-Team um einen der noch offenen Finalplätze.
Rendschmid untermauerte mit einem souveränen Sieg seine Medaillenambitionen und zog ungefährdet ins Einer-Kajak-Finale ein.

Aus einem packenden Dreikampf im C2 zwischen Deutschland, Ukraine und Aserbaidschan an der Spitze des Feldes ging schließlich das deutsche Duo Müller/ Müller mit knappem Vorsprung vor dem ukrainischen Boot als Sieger hervor und vollzog damit den ersehnten Finaleinzug für Samstag.
Dass es für den deutschen C4 mit dem Einzug in das Finale nicht einfach werden würde, hatte sich bereits im Vorlauf abgezeichnet, in dem das DKV-Boot mit ca. acht Sekunden Rückstand auf den Sieger nur auf dem sechsten Platz einkam. Umso glücklicher waren die vier DKV-Nachwuchsathleten, dass sie im Semifinale förmlich auf den letzten Metern vor der Ziellinie noch einmal dazulegen konnten und sich hinter Russland und vor Tschechien den zweiten Platz sicherten, der für sie ebenfalls das Finale bedeutete.
Am morgigen Samstag stehen zunächst die Vorläufe über 500 Meter auf dem Programm, am Nachmittag folgen ab 13 Uhr die Final-Entscheidungen auf der 1.000 Meter-Distanz.

Drei weitere deutsche Vorlaufsiege über 200m am Nachmittag

Am Freitagnachmittag konnten über die 200m-Sprintstrecke Tom Liebscher und Anna Kowald ihre Vorlaufrennen im Einerkajak ebenso siegreich gestalten wie ihre DKV-Teamgefährten Sophie Hammer/ Virginia Najork im Zweierkajak. „Gegen den Ungarn Sandor Totka wollte ich unbedingt gewinnen, da er in Singapur schneller als ich war. Meine Vorbereitung verlief nicht ganz optimal, deswegen hoffe ich, dass ich von Rennen zu Rennen immer besser in den Wettkampf komme. Natürlich hoffe ich aber auch auf den Zweier mit Max Rendschmidt, da dieses Boot gut läuft“, meinte der Dresdner Liebscher nach dem Zieleinlauf. Und Anna Kowald gestand ein: „Im Verhältnis zu sonst bin ich gut aus dem Startschuh gekommen, dennoch ist es gegen die russische Europameisterin Natalia Podolskaja hinten raus ganz schön schwer gewesen. Für mein erstes Rennen bei einer großen Meisterschaft bin ich jedoch schon zufrieden.“
Für die Kajakdamen Hammer/ Najork war der Vorlaufsieg gleichbedeutend mit dem direkten Einzug in das Finale am Sonntagvormittag. Alle anderen DKV-Boote nehmen ihre Finalchancen über 200m in den Semifinals am Samstagvormittag wahr.

Fünf deutsche Vorlaufsiege am Freitag Vormittag

Die Kanu-Rennsport Weltmeisterschaften der Junioren in Brandenburg an der Havel begannen am Freitag Vormittag mit ein Auftakt nach Maß für das deutsche Team. Mit fünf Vorlaufsiegen in acht Disziplinen über die 1.000m-Distanz konnte die Mannschaft von Bundestrainer Detlef Hummelt vor heimischer Kulisse ihre gute Form unter Beweis stellen.
Am frühen Morgen fuhr Max Rendschmidt (Rheidt) im Einer-Kajak einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause: „Ich habe mir das Rennen sehr gut eingeteilt“, so Rendschmidt nach seinem Lauf. „Ich bin gut vom Start weg gekommen und musste hinten raus gar nicht mehr so viel machen, da gerade der Mittelteil prima lief. Fürs Finale kann ich ganz sicher noch einen drauf setzen. Die Vorbereitung lief so gut, sodass die Form passen sollte."
Auch Yul Oeltze im Einer-Canadier ließ keine Zweifel an seinem Siegeswillen aufkommen. Zwar kämpfte der Magdeburger lange gegen den Mexikaner Castaneda, doch 200 m vor dem Ziel konnte die Konkurrenz nicht mehr mithalten: „Den Mexikaner hätte ich gar nicht so stark vermutet, dafür eher den Aserbaidschaner“, meinte Oeltze zu seinen Kontrahenten. „Aber ich habe nicht überpaced und kam nach der Hälfte gut in Fahrt. Insgesamt ist hier schon noch was drin, vielleicht sogar eine Medaille.“
Als vermeintliches Medaillenboot galt schon im Vorfeld der Zweier-Kajak der Herren mit Tom Liebscher (Dresden) und Max Rendschmidt. Das Boot setzte sich schon früh in Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich bis zum Ziel aus. Dieser betrug an der 1.000m-Marke knapp sechs Sekunden auf die zweitplatzierten Tschechen.
Ähnlich souverän folgte der Zweier-Kajak der Damen mit Hanna Schönrath (Hamm) und Melanie Gebhardt (Leipzig) ins Finale. Über fünf Sekunden vor den Britinnen kam der deutsche Zweier ins Ziel und wird im Finale unter anderem auf die starken Ungarn Hagymasi / Takacs treffen, die eine ähnlich schnelle Zeit in ihrem Vorlauf fuhren.
Den fünften deutschen Sieg steuerte der Vierer-Kajak der Herrn mit Florian Worm (Duisburg), Daniel Horn (Kassel), Maximilian Hahl (Karlsruhe) und Sören Hensel (Magdeburg) bei: „Wir sind vom Start gut weggekommen und auch auf der Strecke lief es gut“, meinte Maximilian Hahl. „Bei 500 m haben wir dann noch mal angezogen, und beim Endspurt waren wir uns schon sicher, dass wir als Erste reinkommen. Wir sind mit dem Rennen zufrieden, um so mehr als es für uns im Vorhinein schwer war einzuschätzen, wo wir wirklich stehen, weil wir nicht bei der EM dabei waren und uns so der direkte Vergleich fehlte."
Zu den fünf deutschen Vorlaufsiegen kamen noch zwei zweite Plätze von Isabel Friedt (Karlsruhe) im Kajak-Einer und von Michael Müller (Magdeburg) / Max Müller (Leipzig) im Canadier-Zweier dazu. Der Canadier-Vierer mit Yul Oeltze, Maximilian Müller (Potsdam), Pascal Milde (Berlin) und Anton Regorius (Potsdam) kam auf den sechsten Platz.

Brandenburg heißt die Junioren Kanuten der Welt willkommen

"Willkommen in Brandenburg, wir freuen uns, die Kanu-Junioren der Welt in Deutschland begrüßen zu können", war das gemeinsame Statement von DKV-Präsident Thomas Konietzko, Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und OK-Chef Henry Schiffer.

Insgesamt 64 Nationen mit über 650 Kanu-Rennsportlern sind nun in Brandenburg a.d. Havel angekommen und haben ihre ersten Trainingseinheiten auf dem Beetzsee absolviert. Besonders stolz zeigte sich Konietzko, den Nationenrekord des Vorjahres aus Moskau um zwei weitere Nationen gesteigert zu haben. Doch mit dieser hohen Marke kommt auf die Organisation des ca. 200 Helfer starken Teams um Henry Schiffer eine enorme Herausforderung zu.

"Die Vorbereitungen liefen bislang sehr gut", so Schiffer. Das gesamte Umfeld, die Infrastruktur und die Strecke sind in einem hervorragendem Zustand. Mit dem neuen Zielturm, der verbreiterten Strecke und der großen Videowand präsentiert sich die Strecke in neuem Glanz. Ein wenig haben uns die Nationen zu schaffen gemacht, die ihre Flüge verpasst haben, sodass wir teilweise Athleten bis aus Basel nach Brandenburg lotsen mussten. Aber nun sind alle da. Es kann losgehen."

Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann zeigte sich besonders von der Atmosphäre der Veranstaltung beeindruckt: "Wir Brandenburger genießen es Sportveranstaltungen ausrichten zu dürfen, da gerade der Sport einen besonderen Stellenwert bei uns hat. Wir haben im Vorfeld viel für den Regattastandort Brandenburg getan und dies zahlt sich jetzt aus. Zudem ist es ein tolles Bild, wenn so viele Jugendliche die Stadt besuchen."

Deutsche Kanu-Rennsportler voller Tatendrang

Die Form haben sich die deutschen Kanu-Rennsportler bereits Wochen im Voraus im Trainingslager in Kienbaum und auch vor Ort in Brandenburg an der Havel geholt. "Alle 23 Jungs und Mädels sind gut vorbereitet und können es nicht mehr erwarten, dass es endlich losgeht", so Detlef Hummelt, Bundestrainer Nachwuchs. "Unser Ziel ist es in alle Finals zu kommen und auch in jeder Disziplingruppe mindestens eine Medaille zu holen."

Als medaillenträchtigste Kandidaten sieht Hummelt unter anderem die beiden Berlinerinnen Sophie Hammer und Virginia Najork, Tom Liebscher (Dresden) und Max Rendschmidt (Rheidt) bei den Kajakfahrern und Michael Müller (Magdeburg) bei den Canadier-Herren. Einzig die Klasse der Zweier-Canadier im Damenbereich wird das DKV-Team offen lassen und sich somit in 22 von 23 Entscheidungen mit dem internationalen Umfeld messen.

"Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass viele Nationen stärker geworden sind und wir nicht mehr nur mit Ungarn alles allein ausmachen", so Konietzko. Gerade bei den Junioren zeige sich diese Dichte. „Wir mussten zudem hinnehmen, dass die ICF im 200m-Sprintbereich und bei den Canadier-Damen sehr schnell agiert hat. Wir sind zwar auf den Zug aufgesprungen, aber noch nicht vorne mit dabei. Aufgrund des hervorragenden Fördersystems in Deutschland und unseres Know-Hows sind wir dabei diese Lücken zu schließen. Deswegen hat mich auch die erste EM-Medaille unserer Canadierfahrerin Lydia Weber in der Leistungsklasse sehr gefreut.“

Am Abend können die Zuschauer um 19 Uhr der Eröffnungsfeier an der Regattastrecke am Betzsee beiwohnen. Am Freitag um 9 Uhr werden die ersten Vorläufe über die 1.000m-Distanz durchgeführt.

Party zur WM-Eröffnung

Nicht Athleten oder Offizielle, nein, ein überlebensgroßer Frosch erhielt am Donnerstagabend den ersten großen Beifall der Junioren-Weltmeisterschaften am Brandenburger Beetzsee. Das Maskottchen aus der Gastgeberstadt Brandenburg/H. grüßte unter dem Jubel der erwartungsvollen Athleten hinauf zu den gut besetzten Tribünen, zu den Japanern ganz vorn im ersten Block, den Ehrengästen und Offiziellen und den vielen anderen Teams. Und dann ging es auch schon los mit der „Opening Party“, die die Moderatoren Marco Takis und Arno Boes der versammelten Kanujugend in betont lockerer Manier versprachen.

Selbst der Einmarsch der Flaggen – zuerst die ICF-Flagge, dann in alphabetischer Reihenfolge die Vertreter der 64 Nationen von Argentinien bis Venezuela mit ihren Nationalflaggen und zum Abschluss Gastgeber Deutschland – war von lautstarkem Beifall begleitet. Am Schluss standen sie alle einträchtig nebeneinander, die Repräsentanten der Kanunation Ungarn, Irans, Israels und all der anderen großen und kleinen Delegationen.

Vor den Fahnen der teilnehmenden Nationen richtete dann als Erster Brandenburgs Finanzminister Helmut Markov in Vertretung des Ministerpräsidenten das Wort an die WM-Teilnehmer. „Froh und stolz“ sei er, die Athleten in Brandenburg begrüßen zu dürfen. Er verwies auf den Ausbau der Strecke und die Verbesserung der Wettkampfbedingungen am Beetzsee in den letzten Jahren und wünschte allen Teilnehmern viel Erfolg. Vielleicht, so Markov, könnten ja einige hier schon den Grundstein legen für einen Start bei Olympia in Rio de Janeiro. „Und eigentlich wünsche ich jedem eine Medaille, auch wenn ich weiß, dass das natürlich im Sport nicht geht.“

Die Oberbürgermeisterin der Gastgeberstadt Brandenburg an der Havel, Dr. Dietlind Tiemann, freute sich in ihrem Statement darüber, dass sich die Sportler in ihrer Stadt heimisch fühlen. „Es ist schön, dass wir uns nach der Europameisterschaft für die Junioren-Weltmeisterschaft ‚qualifiziert’ haben. Es ist schön, dass wir im Zusammenwirken von Stadt und Land diese herrliche Natur-Regattastrecke so entwickeln können“. Sie dankte, wie auch die anderen Redner, allen Helfern, Sponsoren und Unterstützern.

Der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko würdigte die Bemühungen der Organisatoren, die in der kurzen Zeitspanne seit der WM-Vergabe nach Brandenburg im Dezember 2010 hart gearbeitet haben, um für ein hervorragendes Umfeld und gute Bedingungen zu sorgen und den besten Juniorsportlern der Welt ein guter Gastgeber zu sein. Er verwies auf die leistungssportlichen Traditionen der Regattastrecke am Beetzsee, das er als ein „Zentrum des deutschen Kanusports“ bezeichnete. Unter Hinweis auf die Erneuerung der Strecke in den vergangenen Jahren, bei der sogar eine Insel um 40 m versetzt wurde, fragte Konietzko anerkennend: „Wo sonst wäre das möglich?“ Den Sportlerinnen und Sportlern wünschte er, „dass die Meister des internationalen Kanusports von morgen aus diesen Wettkämpfen viel für ihre Karriere mitnehmen und die Weltmeisterschaft in bester Erinnerung behalten.“

Als letzter Offizieller wandte sich ICF-Präsident Jose Perurena Lopez an die jungen Kanuten. „Es ist auch etwas Besonderes für mich, erstmals als Präsident hier vor Ihnen zu stehen.“ Er zeigte sich überzeugt, dass – zumal nach den umfangreichen Verbesserungen an der Regattastrecke – optimale Voraussetzungen für faire Wettkämpfe gegeben seien. Lopez berichtete über das Talentfindungsprogramm der ICF, mit dem der Weltverband Talente in den kleineren Kanu-Nationen ermittelt und unterstützt, um ihnen die Teilnahme an internationalen Meisterschaften zu ermöglichen. So seien einige Teilnehmer nur dank dieses Programms hier in Brandenburg am Start. Auf seine feierlichen Worte „And now the World Championships are opened!“ folgt die Hymne des Weltverbandes und an der Wettkampfstrecke erhoben sich die Flaggen der ICF und des Gastgeberlandes Brandenburg in den Abendhimmel. Dann richteten sich aller Augen und Ohren auf Florian Harms, der in ergreifender Weise am Mikrofon die deutsche Hymne intonierte. Unter Riesenbeifall ging die Flaggenzeremonie zu Ende, und nun begann die versprochene jugendgemäße Party.

Als Erste beschwor Sängerin Jacky in ansteckender Weise die Träume und die Energie der Jugendlichen. Danach begeisterte die Showtanzgruppe „Heimspiel-Deluxe-Danceteam“ mit einer Vorführung nach Cheerleader-Manier – und nicht nur die Jugendlichen filmten begeistert mit Kameras und Handys. Während die Band „The Pauls“ noch die Stimmung ordentlich aufheizte, liefen im Hintergrund schon die Vorbereitungen für den nächsten Akt. Davor aber verteilten „The Pauls“ ihre CDs auf der Tribüne. Sie dürften demnächst von Weißrussland bis Brasilien zu hören sein – eine traumhafte Vorstellung für eine regionale Band.

Was dann folgte, war ein echter sportlicher Leckerbissen. Die Dreamstyler um Turn-Weltmeister Peter Nikiferov zeigten in Zeitlupe eine Teamakrobatik zu dramatischer Musik – und das Publikum hielt abwechselnd den Atem an oder spendete begeistert Applaus. Mit einem Tanzspiel ums Paddeln überzeugte die Hip-Hop-Gruppe RokaZ die Zuschauer auf den Rängen. Nach ihnen nahmen die Dreamstyler das Kanu-Thema auf, vollführten mit und ohne Paddel rasante Sprungreihen und ernteten für ihre Wahnsinnssprünge Bravo-Rufe und Riesenbeifall. Nach den beiden Teams aus der Sportschau des Landessportbundes Brandenburg verabschiedete Sängerin Jacky mit „Fire“ die WM-Teilnehmer, die in echter Partylaune den Heimweg in ihre Quartiere antraten.

28.07.2011

Brandenburg an der Havel vor Teilnehmerrekord bei Kanu-JWM

Mit Eingang der letzten Meldungen für die Junioren-Weltmeisterschaften (JWM) 2011 im Kanu-Rennsport steht die Havelstadt Brandenburg vor einem neuen Teilnehmerrekord von 64 Nationalteams. Damit wird Moskau als Gastgeben von 62 Nationen bei den JWM 2009 noch übertroffen.

Während des Pressegesprächs mit Teilnahme der Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann  am 19.07. auf dem Regattagelände Beetzsee unterstrich der Geschäftsführer des Landessportbundes (LSB) Brandenburg, Andreas Gerlach, dass die Ausrichtung der JWM 2011 vom 29.-31.07. einen immensen Arbeitsaufwand des Organisationsstabes um Henry Schiffer erforderte. Erst am 23.12. 2010 erhielt Brandenburg an der Havel den Zuschlag unter vier Bewerbern für die Ausrichtung dieser internationalen Großveranstaltung, nachdem die Stadt Traika (Litauen) kurz zuvor den Auftrag der Internationalen Kanu-Förderation (ICF) zurückgegeben hatte. Allein die Unterbringung von mehr als 950 Teilnehmern (Aktive und Betreuer) sowie 100 Offiziellen der ICF bereitete nicht wenige Kopfschmerzen. Dabei wurden ca. 70% der Bettenkapazitäten der Stadt Brandenburg und der näheren Umgebung für die JWM beansprucht. Lediglich zwei im Potsdamer Seminarishotel untergebrachte  Nationalteams (Ukraine und Litauen) müssen einen etwas längeren Anmarschweg verschmerzen. Die Oberbürgermeisterin betonte, dass die Stadt Brandenburg als Gastgeber und das Regattagelände auf das Ereignis Ende Juli gut vorbereitet sind.  Nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich und touristisch stellen die bevorstehenden Weltmeisterschaften auf dem Beetzsee für Brandenburg einen Gewinn dar. So werden allein etwa 250.000 Euro für die Unterbringung und Versorgung umgesetzt, davon ca. 75.000 Euro für die Verpflegung, die in den verlässlichen Händen der Firma Lindner liegt.  
Überhaupt wäre die Ausrichtung einer derart bedeutsamen Veranstaltung ohne die Unterstützung durch das Land und die Stadt Brandenburg sowie zuverlässiger Sponsoren wie die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS), die LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH, die Securitas Sicherheitsdienste, die Brandenburger Elektrostahlwerke GmbH und anderer Unternehmen nicht zu stemmen gewesen. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die etwa 250 ehrenamtlich tätigen Helfer, die den reibungslosen Verlauf der JWM absichern und dazu beitragen wollen, bei Aktiven und Zuschauern gleichermaßen freudige Erinnerungen an das Geschehen in der Stadt Brandenburg wach zuhalten.
Nach Abschluss des Pressegesprächs unterzeichneten der Vertreter der MBS, Ronald Priebe, die Oberbürgermeisterin Dietlind Tieman und LSB-Geschäftsführer Andreas Gerlach einen Vertrag zur Unterstützung der JWM 2011 auf dem Beetzsee.
Die ersten Sportlergäste werden mit dem japanischen Team, das 24 Aktive an den Start bringt, bereits am 21.07. in der Havelstadt erwartet. Am 22.07. folgt Argentinien und zwei Tage später begrüßt Brandenburg an der Havel die Mannschaften aus Brasilien, Venezuela und Puerto Rico. Das 23-köpfge Aufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes begibt sich direkt aus dem Trainingslager in Kienbaum kommend, am Dienstag den 26.07. in sein Brandenburger Quartier. Die meisten Aktiven, die in den Kampf um die 23 zu vergebenden Meistertitel eingreifen wollen, stellt mit 28 Sportlerinnen/ Sportlern die italienische Auswahl. Danach folgen Weißrussland (25), Kanada (24), Japan (24), Deutschland (23), Australien (23), Russland (22) und Lettland (22).
Erstmals werden bei den 14. Junioren-Weltmeisterschaften  auf dem Beetzsee zwei Meistertitel und Medaillen im weiblichen Canadierbereich (C1 und C2) vergeben.
Eintrittskarten  für Tribünenplätze zum Preis von 5,- Euro (29.07.) und 15,- Euro (30.07, 31.07.) für die JMW-Rennen sind ab 26.07. an der Tageskasse der Regattastrecke erhältlich.

Veranstaltungsablauf:

29.07.,   09.00 Uhr bis 18.30 Uhr        Vorläufe und Halbfinals
30.07.,   08.30 Uhr bis 11.00 Uhr     Vorläufe
               13.00 Uhr bis  15.00 Uhr    A-Finals 1000m
               15.00 Uhr bis 16.00 Uhr     B-Finals
               16.00 Uhr bis 18.00 Uhr        Halbfinals
31.07.,    09.00 Uhr bis 12.00 Uhr        Halbfinals 200m
                10.45 Uhr bis 11.50 Uhr        Finals 200m
                15.00 Uhr bis 16.30 Uhr        A-Finals 500m

Zur eintrittsfreien Eröffnungsveranstaltung mit Programm am 28.07.2011 ab 19.30 Uhr sind alle Sportbegeisterten herzlich eingeladen.

Von Günter Welke

HOME deutschEinladungNEWSBesucherinformationEintrittskartenNationen und TeamsPresseRegattastreckeZeitplanFotosOrganisationskomitee2011 ICF Junior Canoe Sprint WCHWebcamSitemapKontaktEXTRANET